Neben dem viertägigen Straßenfest künftig mehr Veranstaltungen auf dem Blücherplatz

Streß- und Kostenfaktor massiven Veranstaltungslärms auf und um dem Berliner Blücherplatz und vom Umgang des (grünen) Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin mit dem direkt anwohnenden Bürger

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen mit Bühnenbetrieb, die meist lediglich über einige Stunden gehen, geht das Strassenfest mit hohen Schallpegeln über vier Tage und Nächte und das mit mehreren Bühnen zum Leidwesen der direkten Anwohner. Und nach dem offiziellen Ende ist noch lange keine Nachtruhe in Sicht.
Nicht jeder Anwohner ist gleichermaßen betroffen, manche verfügen über ruhigere ("nach hinten liegende") Räume und/oder wohnen weiter weg, nicht wenige wohnen aber nur wenige Meter von einer der Bühnen entfernt und haben keinen Rückzugsraum.

Die u.a. zum Schutz der Anwohner geschaffene TA Lärm wird lautstärke- und auch zeitmäßig durch eine sog. "Ausnahmegenehmigung" ausgehebelt, übrigens sind die » Genehmigungen kostenfrei für den Veranstalter, aber kostenpflichtig für Anwohner, die einen Blick in die Ausnahmegenehmigung werfen wollen. Die Schallbelastung der unmittelbaren Anwohner ist mindestens in Lärmstufe II (65-90 dB(A)) einzuordnen. Lt. » Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit werden bereits in dieser Stufe psychische und physiologische Reaktionen ausgelöst.

Nichts gegen den » Karneval der Kulturen (es geht ums Strassenfest, nicht den Karneval!) oder andere Veranstaltungen, aber der Dauerlärm durch LifeMusik-Bühnenbetriebe stresst einfach enorm und der Standort ist schließlich nicht alternativlos. Als geeigneteren Standort, gerade weil es ein Event mit überregionaler Bedeutung ist, bietet sich z.B. der um die Ecke liegende » Flughafen Tempelhof an, wo man aber zum Schutz der Natur diese Veranstaltung nicht haben möchte. Ein Schutz der direkten Anwohnerschaft ist offenbar weniger wichtig. Vermutlich geht es auch einfach ums (Kreuzberger) Geld, denn das Strassenfest dient letztlich der Finanzierung. Berlinweit gibt es keine andere Veranstaltung, die derart heftige Auswirkungen hat, durch:

Der ganze Dreck, von massenhaften Glasscherben bis in zu den Pinkelpfützen in unseren Häusern sei nur am Rande erwähnt, ebenso die nächtlichen Abbauarbeiten.

Das anwohnerschädigende und unverschämte Verhalten des Bezirksamtes

Das anwohnerschädigende und unverschämte Verhalten des Bezirksamtes ist eine eigene Unterseite wert (» Behörden):

Und die Behörde meint, die Anwohner haben noch immer nicht genug

Und 2014 setzt man aktuell noch einen drauf: Lt. Bezirksamt sei der Blücherplatz einer der wenigen Plätze, der große Veranstaltungen aufnehmen kann. Das frühere Versprechen "nur" das Strassenfest wegen Rücksichtnahme auf die Anwohnerschaft zu genehmigen, wurde längst auf unfaire Weise gebrochen. In diesem Zusammenhang soll nun ein Lärmgutachten beauftragt werden, welches mögliche geeignete Veranstaltungen aufzeigen soll. Ein zentraler Festplatz des Bezirks sei zwar nicht vorgesehen (da hört man auch unterschiedliche Informationen), es solle aber eine multifunktionale Nutzung der Fläche möglich sein. In einer Sitzung am 07.10.2014 wurde klar, dass Grüne, SPD und Linke nichts vom Schutz der Anwohner wissen wollen: Lt. SPD-Vertreter wäre ein Antrag am Blücherplatz keine Partymeile zu gestatten irrelevant und der Antragsteller gäbe mal wieder vor für irgendwelche Anwohner zu sprechen (WIR sind Anwohner!). Die Grünen teilen mit, es gäbe keine Planung für einen zentralen Festplatz. Das Wort zentraler Festplatz sei falsch, da nur drei oder vier zusätzliche Feste geplant seien (was interessiert mich, was ich gestern versprochen habe). -Vielen Dank!

BVV

Das Strassenfest für 2015 wird von Berlin auch schon fleißig beworben, u.a. bei » www.visitberlin.de, » www.berlin.de, und anderen ( Adresse: Blücherplatz , 10691 Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg), Laufzeit: Fr, 22.05.2015 bis zum Mo, 25.05.2015).